Großweil

Großweil war der wichtigste Flößerort an der oberen Loisach.Schon früh wurde hier neben der Landwirtschaft auch die Flößerei betrieben. Jeder hiesige Holzverkäufer wollte seine Waren hier am Loisachufer lagern.

Flößerdenkmal mit Floß

Viele hiesige Flößer betätigten sich als Händler, sie benutzten das Floß als Transportmittel, andere spezialisierten sich auf die Wasserspedition. Die Holzaufkäufer verhandelten hier an Ort und Stelle über die zu liefernden Bäume. Die Floßmeister erhielten dann die Aufträge zum Bau der Flöße und die Lieferung an die Käufer.

Um 1450 wurde der Freisinger Dom neu errichtet. Für seine Dachstühle und teilweise auch die Innenausstattung hatte sich der Freisinger Bischof den stattlichen Großweiler Eichenwald ausersehen. Im 19. Jahrhundert erreichte die Floßfahrt solche Ausmaße, dass fast jedes Anwesen in Großweil einen Floßmann stellte. Die Prüfung für die Floßfahrt wurde in Tölz abgelegt. Der „Loisachflößerbund“ mit Sitz Großweil, gegründet 1819, hatte um 1860 etwa 310 Mitglieder. Er umfasste alle Loisach-Oberlieger.

Triftkanal heute

Der Triftkanal ersparte den Flößern, die früher durch den Kochelsee fahren mussten, einen guten Tag Arbeit. Er begann in Großweil und endete in Benediktbeuern.

Mehr über Großweil und den Triftkanal in unserem Buch „Entlang der Loisach. Von Biberwier bis Wolfratshausen: Ausflüge auf den Spuren der Flößer“